Und deshalb machte ich mich heute auf um den einen oder anderen Berliner Bootscache zu suchen.

Zehn Caches habe ich mir auf die Liste gesetzt. Da ich am Abend noch eine Verabredung hatte stand ich mal nicht gar so spĂ€t auf und machte mich bald auf in Richtung Tegeler See. Dort wartete der erste Cache auf mich. Die Strecke kannte ich schon, da ich in der Gegend schon ein paar Mal einen mittlerweile archiverten Cache gesucht hatte. Die Parksituation war auch entspannt und so hat der erste Cache gar nicht so lange gedauert. Da es der erste Cache des Tages auf dem Eis war, hatte ich noch ordentlichen Respekt und setzte nur ganz vorsichtig einen Fuss vor den anderen. Doch alles ging gut und ich hatte meinen ersten T5-Cache. 🙂

Tegeler See

Weiter ging es nun in Richtung Nieder Neuendorfer See, hier hatte ich schon einigen Respekt abgelegt, was eventuell an den zahlreich vorhandenen Fussspuren auf dem Eis lag. So betrat ich das Eis schon wenige Meter nach dem Parkplatz und legte den restlichen Weg auf dem Eis zurĂŒck. Den Cache konnte ich schnell ausfindig machen und hatte nach zwei Caches immer noch eine durchschnittliche GelĂ€ndewertung von 5. 🙂

Fahrrinnenmarkierung

Da ich von dem Ausblick doch ziemlich beeindruckt war habe ich die Kamera ausgepackt und mir noch ein 360°-Panorama zusammen geknipst. Der Akku der Kamera hat auch genau fĂŒr diese Bilder noch gereicht. Der Ersatzakku lag leider im Auto.

Nieder Neuendorfer See

Der nĂ€chste Halt ließ auch nicht wirklich lange auf sich warten, nur wenige Kilometer sĂŒdlich warteten die nĂ€chsten beiden Caches auf mich. Diese werden den GelĂ€ndeschnitt aber nach unter reissen, beide sind mit 4,5 bewertet. Da musste ich kurz darĂŒber nachdenken ob ich die wirklich machen wollte. 😉

Ich entschloss mich doch dafĂŒr und beide konnten sich nicht lange vor mir verstecken. Die Kosten fĂŒr die FĂ€hrfahrt sparte ich mir und habe einfach den Weg ĂŒbers Eis genommen. Beim zweiten Cache war ich dann auch nicht der einzige der das Wetter ausnutzte um den Cache zu suchen. Ich lernte so Otto der 3. kennen. Nach einem kurzen Plausch trennten sich unsere Weg vorerst. Von ihm hatte ich noch einen Hinweis auf einen Cache in der NĂ€he bekommen. Erst wollte ich den gar nicht machen, doch als ich ihn mir kurz genauer ansah konnte ich doch nicht wiederstehen, da ich erkannte das es der Cache vom Blogkollegen mity!, also kurz einen Abstecher gemacht. Und wo ich gerade auf dem Weg zu seinem Cache bin erreichte mich von ihm eine Anfrage fĂŒr eine Spontancachetour auf dem Wannsee. So konnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, ich konnte meine Anfrage zu seinem Cache loswerden (nein es war keine Telefonjokeranfrage) und ihm gleich noch eine positive Antwort auf seine Anfrage geben. Da bloggt man seit vier Jahren zusammen und ich bin nie dazu gekommen seinen Cache zu suchen. Ab heute ist das anders. 🙂

Struktur

Und weiter ging es in Richtung SĂŒden, hier warteten zwei weitere Shibumi-Caches auf mich. Einen der beiden hatte ich vor einiger Zeit schon einmal erfolglos gesucht und nicht gefunden. Kaum war ich angekommen erblickte ich auch schon Otto der 3.. Er hatte den Weg von Tegelort hier her zu Fuss zurĂŒck gelegt und hatte auch einen Moment nach dem Cache gesucht ohne fĂŒndig zu werden. Ich hatte das GlĂŒck schnell den richtigen Blickwinkel zu haben und so konnten wir auch zĂŒgig unsere Unterschriften im Logbuch hinterlassen. Und das war auch gut so, denn hier zog der Wind schon ganz ordentlich. Am Auto zurĂŒck suchte ich mir den nĂ€chsten Cache heraus und stellte fest, das der nur 450m weg ist. NatĂŒrlich hatte ich mich vorher schon komplett entpellt. Also wieder rein in die warmen Klamotten und auf ging es. Auch dieser Cache war schnell ausfindig gemacht. Schön fand ich bei diesem Cache, eine SchwenkbrĂŒcke, das die rote Ampel die die Weiterfahrt der Boote anzeigt an war und auf rot stand. Nicht das da einer unter der BrĂŒcke durchfĂ€hrt ohne das sie aufgeklappt ist.

Schneetreiben

Nun steuerte ich die Zitadelle an, hier wartete der letzt Cache mit einer GelĂ€ndewertung von 5 auf mich. Einen Parkplatz, von dem ich auch wieder ohne Probleme runterkommen wĂŒrde, fand ich schnell und legte den Rest des Weges zu Fuss zurĂŒck. Von dieser Perspektive kannte ich die Zitalle auch noch nicht. Gut gar so oft bin ich in SPANDAU nun auch nicht zu Besuch. Aber das eine oder andere Mal war ich halt doch schon hier.

Zitadelle

Ich merkte schon ein wenig, das der Wind etwas zunahm. Aber es war mir egal, ich machte einfach weiter und konnte die erste Aufgabe des Caches gut lösen. Doch die zweite und nicht unwesentlich wichtigere konnte ich nicht lösen. Ein Bruteforce-Suche brachte nichts und so rief ich noch einmal bei mity! an um einen kleinen Denkanstoss zu bekommen. Der half dann auch und ich konnte mich, bei einsetzendem Schneesturm, etwas gezielter auf die Suche machen. Doch ich wurde einfach nicht fĂŒndig, ein weiterer Versuch bei mity! eine Information zu erbetteln schlug fehl. Er hatte wohl die Nase voll. 😉 Aber ich wollte einfach nicht aufgeben und sucht weiter. Irgendwann hallte dann ein Jubelschrei ĂŒber den Kanal, ich wurde fĂŒndig und konnte auch hier meine Unterschrift im Logbuch hinterlassen.

Zitadelle

Ab jetzt waren keine Aufgaben mehr zu erfĂŒllen, nur noch einfach hingehen und zugreifen. Da meine abendliche Verabredung immer nĂ€her rĂŒckte, ich aber noch drei Caches auf der Liste hatte rief ich einmal kurz durch und erbat mir noch ein wenig Geduld. Die bekam ich und so konnte ich noch drei Mal ĂŒber Eis laufen und jeweils einen Cache suchen und finden.

Nachdem ich meine Liste abgearbeitet hatte, machte ich mich auf den Weg zu meiner abendlichen Verabredung. Das Navi sagte mir meine Ankunft in ca. 30min voraus. Doch das Schneetreiben war zu ganzer GrĂ¶ĂŸe aufgelaufen und tobte sich so richtig aus. So durfte ich mit durchschnittlich 40km/h meine Fahrt auf der Autobahn geniesen. Doch es war okay und auch richtig so. Die Reisedauer verlĂ€ngerte sich so auf ungefĂ€hr 60min. Doch ich bin heil angekommen und konnte so auch noch den Abend geniesen. 🙂

Schneetreiben

Ach ja, zufĂ€llig fand ich sogar noch einen Cache, der an diesem Tag veröffentlicht wurde. Normalerweise schaue ich mir die Caches ja immer erst ein paar Tage spĂ€ter an, doch diesen habe ich mir morgens angesehen. Die gesuchte Skulptur lief mir ĂŒber den Weg und ich erinnerte mich sogar noch daran. Also schnell noch einmal im Listing nachgeschaut und siehe da, es war die gesuchte Skulptur. So konnte ich noch völlig unverhofft einen dritten Platz ergattern. 🙂