Letztens wurde ich auf einen neuen Cache aufmerksam gemacht, dieser war in der Nähe von Templin beheimatet. Es handelte sich dabei um einen Rätselcache. Die Lösung hatte ich erstaunlich schnell besammen, so stand eigentlich nur noch eine Sache der gemeinsamen Suche im Wege. Die Terminfindung.

Da der Erstfund schon erfolgte hatten wir auch keinen Zeitdruck mehr. So haben wir uns auf einen Termin im November geeinigt. Als Gastcacher haben wir uns noch den mity! geschnappt (nicht ganz ohne Eigennutz, er hat eine längere Leiter in seinem Besitz 😉 ). Also Treffpunkt S-Bahnhof Prenzlauer Allee und dann ging es weiter in Richtung Norden. Unterwegs tauchte dann fast direkt am Straßenrand ein kleiner Traditional auf. Um eine kurze Pause zu machen haben wir kurz entschlossen nach dem Cache geschaut. Bei der Annäherung, wie sollte es anders sein, stand auch schon der Standby-Muggel bereit. Doch den haben wir durch interessiertes fotografieren vertrieben und konnte so den ersten Cache des Tages suchen und auch finden. So nun hatten wir mindestens schon einmal eine ausgeglichene Statistik für den heutigen Tag aufzuweisen.

einsamer Angler

Ab jetzt sollte uns aber nichts mehr ablenken und so starteten wir durch bis in die Nähe des heutigen Hauptcaches. Von der Suche kann und darf ich hier nicht weiter berichten, da es sich um eine geheime Verschlusssache handelt und das sogar schon in der zweiten Version!
Nur soviel, der vom Owner angedachte Lösungsweg war nicht unser Lösungsweg, da die mitgebrachte Ausrüstung ungenügend war. Doch vor Ort fanden wir alles was wir brauchten!

Schrei

Da der Cache aber weniger lange gedauert hatte als geglaubt war noch eine Menge Nachmittag übrig. Was nun? Da war doch noch ein Cache bei Lychen. Tarnname Totschka. Die Owner Anfall2005 & Hornesia versprachen einiges. Einen ersten Eindruck hatten wir im März schon einmal sammeln können, doch damals waren wir ganz schlecht vorbereitet auf die Cachesuche gegangen. Bis zur dritten Station sind wir damals gekommen, danach war Schluss. Heute sollte alles besser werden.

verrückt

Wo war gleich noch einmal die erste Station? Ach da musste doch ein russischer Text übersetzt werden. Die vor Ort versammelten Russischkenntnisse waren doch ungenügend. Also versuchten wir alle dem russischen mächtigen Leute anzurufen. Beim ersten kam die Ansage: „Diese Rufnummer ist uns nicht bekannt!“ Sollte das jetzt was bedeuten? Dabei habe ich den Besitzer erst in dieser Woche gesehen. Ach ja der hatte doch jetzt eine neue Rufnummer, doch wie war die gleich? Na egal, dann probieren wir halt den anderen. Den haben wir dann auch erreicht, doch war er leider nicht in direkter Nähe des Zwischennetzes. Aber versprach uns in zehn Minuten einen Rückruf. Die Zeit verging…
Sag mal hatten wir da nicht noch etwas zu Essen und einen Schluck Kaffee? So stärkten wir uns erst einmal. Hmm scheinbar vergeht die Zeit in Schulzendorf etwas langsamer!?

Profil

So langsam trat ein ordentliches Sättigungsgefühl ein. Versuchen wir uns doch einfach zu erinnern wo wir im März ungefähr hingefahren sind. Da so in diese Richtung war das glaube ich. Mal sehen was die Topokarte so hergibt. Hmm, das sieht doch gut aus. Laß es uns doch einfach mal versuchen. Also aufgesessen und mity! mein Telefon in die Hand gedrückt, vielleicht sind in Schulzendorf ja auch bald die zehn Minuten um.

Doch nichts geschah, aber es war auch nicht mehr so schlimm, denn je näher wir dem angedachten Ziel kamen, um so sicherer wurden wir das wir auf der richtigen Spur sind. Das Auto haben wir dann am Straßenrand abgestellt und sind zur ersten Station spaziert. Unterwegs begrüßten wir ein paar Jugendliche, die an ihren tiefergelegten Autos lehnten. Mity! suchte sich durch die ersten Station bis zur Stelle unseres letzten Scheiterns. Da wir dieses Mal perfekt ausgerüstet waren ging es heute auch weiter. An der nächsten Station scheiterten wir dann aber. Wir suchten und suchten, ohne Erfolg. Vier Etagen in einem Haus standen uns zur Auswahl, doch nichts wollte sich uns zeigen. Der Suchradius wurde immer größer, doch nichts. Kurz bevor wir aufgaben, schalte der Ruf durch den Flur: „Hier sind die Koordinaten!“ Freudestrahlend versammelten wir uns um die Koordinaten und übertrugen sie in unsere GPS-Geräte. Der weitere Weg verblüffte uns etwas, doch wir dachten uns nichts dabei. Wir standen schlussendlich vor einem Haus ohne Zugang. Eine Runde ums Haus brachte keine neuen Erkenntnisse. Schau mal da über das Vordach könnte man… Nee da ist doch bestimmt das Treppenhaus dahinter und fällt man mehrer Meter in die Tiefe…

Entspannung

Während wir noch am beraten und rätseln über den Zugang waren näherten sich die Jugendlichen von vorhin, mittlerweile hatten sie sich verwehrt und waren nunmehr neun Personen. Lautstark unterhielten sie sich ebenfalls darüber, wie man in das Haus gelangen könnte. Kurzentschlossen kletterte einer in das Innere und verlangte sofort nach einem Hammer. Kurz darauf erschalten auf der Rückseite wuchtige Hammerschläge und wenige Minuten danach wurde Vollzug gemeldet, ein Fenster war nicht mehr. Wir entschlossen uns dann ebenfalls in das Innere des Hauses zu klettern. Gut das wir es gemacht haben. Kaum waren wir im Inneren fanden wir den Cache auf dem Boden verstreut herum liegen. Eine kurze Recherche ergab, das da eigentlich noch ein Travelbug sein sollte. Also nahmen wir allen Mut zusammen und befragten die Vandalen nach dem Verbleib des Travelbugs. Nach kurzem Zögern und überlegen ob sie uns jetzt pampig werden sollten entschlossen sie sich uns den Travelbug auszuhändigen. Zu unserer Überraschung gaben sie uns auch noch eine Coin. Während wir uns und den Cache noch sortierten verschwanden die Vandalen aus dem Haus und wir waren alleine. Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns den Cache vor Ort zu lassen, aber die beiden Reisenden mit uns zu nehmen.

Heizhaus

Wir waren etwas geschockt über diese Skrupellosigkeit mit der die Vandalen das Fenster eingerissen haben, völlig ohne Hemmungen. Keine Ahnung was sie in dem Haus wollten, nach zehn Minuten waren sie jedenfalls wieder raus und sind sofort mit ihren tiefer gelegten Auto entschwunden. Leider hat diese Aktion dazu geführt das der Cache von den Ownern archiviert wurde.

Finowbrücke – Marienwerder (GC1QNMM)
GVS 2 – Geheime Verschlussache (GC1ZRDG)
Tarnname Totschka (GC1DPZY)