In meinem bisherigen Urlaub konnte ich ja eingehend und allumfassend das Kurvenfahren üben. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich dies nun gut konnte und war bereit für das nächste Level. Daran wollte ich mich heute versuchen: Serpentinen fahren auf Schotterpiste, die eigentlich nur unwesentlich breiter als mein Auto ist!

Zneznik Castle

Ich muss gestehen, das ich schon einen Moment gezögert habe, aber ich habe mich durchgerungen und bin losgefahren. Als Zielhöhe waren in etwa 1200m ausgegeben. Ich muss schon sagen, das hat echt gefetzt! 😀

Zneznik Castle

Als ich das Schotterpistenserpentinen fahren drauf hatte, wurde als nächstes noch Nebel dazu geschaltet. Dem habe ich eine lange Nase gezeigt und bin unbeirrt weiter in die Höhe gefahren. Nur die letzten 400m bis zum Cache legte ich zu Fuss zurück. 400m in der Ebene und nicht in der Höhe! 😉

Zneznik Castle

Da ich nun schon einmal in dem Gebirge war, habe ich gleich noch ein paar andere Wege mit dem Auto erkundet und den nächsten Cache anvisiert. Dort habe ich aber frühzeitig abgebrochen, da ganz die Nähe gearbeitet wurde und ich den Cache nicht gefährden wollte.

Ruine

„Little green Man“ nannte sich der nächste Cache, der am Wegrand lag. Ein nichtssagender Cachename, zumindest wenn man weiss was sich vor Ort dann ergibt: nämlich eine schnuckelige kleine Burg! Ich war gerade so am Fotografieren und wollte gerade das Tor ins Visier nehmen, da öffnet es sich und eine nette Slowenin öffnet und fragt mich, ob ich denn nicht die Burg besichtigen möchte. Klar wollte ich!
Ich mußte mich kurz gedulden, denn es waren noch zwei andere Besucher angekündigt, aber dann ging es los. Die Führung war sehr kurzweilig und äußerst spannend, leider kann ich keine Bilder aus dem Inneren liefern, da fotografieren nicht erlaubt war.

Zneznik Castle

Ich habe keine Ahnung, wer mich da auf der Runde begleitet hat, aber ganz unbedeutend scheinen sie nicht gewesen zu sein. Eine von beiden Damen hat eine Zeit lang im Schloss gelebt und die Andere ist mit Chauffeur/Bodygard erschienen. Der hatte mich aber erst bei rausgehen entdeckt und mich dann ordentlich taxiert. Aber ich war wohl harmlos genug und er ließ mich in Ruhe. 😉

Familienwappen

Heute wollte ich Italien einfach nur noch hinter mich bringen. Die Autofahrer waren mir dort einfach viel zu unentspannt! Ich bin ja bekennender Anhänger von Sicherheitsabstand und dem ganzen Zeug, aber da kümmert sich in Italien niemand drum. Wenn hinter mir der 7,5t-LKW mit zwei Meter „Sicherheitsabstand“ fährt, dann fühle ich mich schon ziemlich unwohl! Und wenn ich dann sehe, dass dieser LKW in einem Kreisverkehr (drei Spuren) auf der innersten Spur zwei andere Autos überholt, um dann vor ihnen die Ausfahrt zu nehmen, da war ich schon froh, dass ich nicht eines der beiden äußeren Autos war, sondern sich dies alles vor mir abgespielt hat.

Eisenbahnbrücke

Nachdem ich die Grenze zu Slowenien überschritten hatte kam die Entspannung zurück. Kaum Verkehr und wenn doch einmal ein Auto von hinten kam, wartete es solange bis auch wirklich freie Sicht und freie Fahrt war um zu überholen.

Herbstblätter

Flechte

Blüte

Herbststimmung

Da ich aber nicht nur zum Spaß hier war, sondern auch die Länderpunkte fallen sollten, habe ich mich auch gleich auf die Suche gemacht. Ein schnuckelige kleine Kirche sollte hier sein, das war sie dann auch. Leider gab es aber im Inneren einen Brand. Scheinbar ist sie nicht komplett ausgebrannt, aber so sehr das sie erst einmal abgesperrt wurde. Nachdem ich sie erst einmal totfotografiert hatte, suchte ich den Cache und fand ihn auch nach kurz darauf.

Wolken

Grabstein

Kirche

Da ja aber ein Punkt nicht zählt, mußte noch die Bestätigung her. Darum suchte ich mir einen Einfachen auf dem Weg zum Campingplatz raus – auch dieser wurde gefunden, also fehlte nur noch der Campingplatz.

Kirche

Kreuz

Nachdem ich eine erstaunlich gute – und so überhaupt nicht erwartete – Nacht am Strassenrand verbracht hatte, wollte ich mich in Richtung Slowenien aufmachen.

Parish Church of St. John Baptist

Parish Church of St. John Baptist

Parish Church of St. John Baptist

Parish Church of St. John Baptist

Natürlich sollte auch Italien unterwegs noch farblich markiert werden, also suchte ich mir mehr oder weniger den erstbesten Cache heraus der auf meiner Route lag. Mit diesem hatte ich aber ordentlich Schwierigkeiten und der erste Versuch ging auch fast in die Hose. Die Koordinaten aus dem Listing waren gute hundert Meter falsch! Zum Glück hatte aber einer der letzten Finder die richtigen Koordinaten in seinem Log angegeben. 🙂

Nebel

Regenwolke

Bis hierher war eigentlich noch alles schön und der Plan, noch im Parco Nazionale Foreste Casentinesi ein paar Caches mit höherer Wertung zu suchen, stand fest. Doch leider fiel der Plan buchstäblich ins Wasser. Es fing an zu regnen und das auch nicht zu knapp! Der Scheibenwischer hatte gut zu tun und ich auch. Die Serpentinen wollten auch bei Regen sauber gefahren werden, nicht dass ich mich in irgendeinem Abgrund wieder finde.

Der schöne Plan! Ich hatte echt Lust darauf noch ein wenig zu wandern… 🙁

Schlüssel

Naja, so fuhr ich dann einfach weiter in Richtung Slowenien. Unterwegs habe ich es trotzdem noch zu zwei weiteren Caches geschafft. Kurz vor Venedig habe ich dann auch einen Schlafplatz gefunden. Eigentlich wollte ich ja nicht auf einen Campingplatz, aber ich habe einfach keinen Stellplatz gefunden, der nicht direkt an einer befahrenen Strasse war.

Schlammfluss

Wenn vielleicht nicht zeitlich, aber auf jeden Fall inhaltlich. Heute habe ich das Schiff gen Levorno gebucht. Nachdem ich das gemacht hatte, durfte ich mich noch mehrere Stunden in die pralle Sonne stellen. Aber trotzdem verging die Zeit halbwegs zügig.

Fähre

An Bord gab es dann ungefähr zwanzig Liegestühle für alle. Wer keinen abbekam, durfte die Überfahrt, so er denn draußen bleiben wollte, auf den Bänken verbringen. Dort tat einem der Hintern aber schon nach zehn Minuten unglaublich weh. Also versuchte ich es doch einmal drinnen, schließlich wollte ja das Boot auch erkundet werden. Hat aber auch nichts gebracht, alles voll und die Erkundung war nach weiteren zehn Minuten erledigt. Leider hatte sich mein Platz auf der Sonnenbank auch erledigt. Vielleicht tut ja in zehn Minuten jemand anderen der Hintern weh…

Seilschaft

Ab heute Abend heißt es nun: „Auf zu neuen Abenteuern!“, in diversen unbekannten Ländern. Mal sehen was die nächsten Tage so mit sich bringen.

Levorno

Nachdem ich ja gestern keinen vernünftigen Weg zum Cache gefunden hatte, startete ich heute einen neuen Versuch. Immer streng darauf achtend, dass die Strassen auch ordentlich breit sind, kämpfte ich mich ins Gebirge vor. Ich habe es tatsächlich geschafft bis zum angegebenen Parkplatz zu kommen!
Der war aber besetzt, doch zum Glück gab es ein paar Meter weiter die Möglichkeit das Auto galant abzustellen. Gesagt, getan – und los ging die Wanderung.

Chapelle Saint Alexis

Ach ist ja nur ein Kilometer, das ist schnell erledigt, da brauche ich kein Wasser mitnehmen….
Der erste Fehler wie sich herausstellte!
Der Zweite folgte gleich an der ersten Wegkreuzung: Links oder rechts, war hier die Frage. Ich entschied mich für Rechts und landete so im dichtesten Gestrüpp. Das Einzige, was ich hatte, waren ein paar Trampelpfade von Schafen oder Ziegen. Aber ich ließ mich nicht beirren und kämpfte mich voran. Aber irgendwann ging es wirklich nicht mehr weiter und ich versuchte mich zu dem anderen Weg durch zu kämpfen.
Als ich nach einiger Zeit einmal nachschauen wollte, wie weit es noch ist, ging mein Griff zum Garmin ins Leere…

Der Schreck war riesengroß und ich schwitze Blut und Wasser! Ich drehte sofort um. Mist! Hier sieht alles gleich aus. Bin ich hier überhaupt lang? Mist! Mist! MIST!!!

Aber zum Glück habe ich ihn wiedergefunden! Glückshormone durchströmten meinen Körper und wenn das Gelände nicht so uneben und steil gewesen wäre hätte ich wahrscheinlich auch einen Freudentanz aufgeführt.

Berglandschaft

Danach kämpfte ich mich dann endgültig zum Weg durch. Glücklicherweise kam da gerade niemand vorbei, als ich mich zwischen zwei umgekippten Bäumen durchzwängte und endlich auf dem Weg stand! Danach ging es nur noch Bergauf, es wollte und wollte kein Ende nehmen. Einmal komplett durchgeschwitzt bin ich dann bei meinem Ziel angekommen. Nach ein paar Fotos und der Unterschrift im Logbuch ging es wieder zurück zum Auto. Auf dem Weg kam mir dann ein Jogger entgegen, der den Berg hinauf joggte… Als er an mir vorbei war habe ich mich umgedreht und im die Zunge rausgestreckt. Angeber!

Berglandschaft

Zurück am Auto habe ich nachgesehen was die Wanderung eben so für Werte hatte. 300 Höhenmeter auf einen Kilometer in der Horizontalen – das ist schon ordentlich, würde ich sagen.

Auf weitere Abenteuer hatte ich heute keine Lust mehr, also habe ich mir an der Küste einen Campingplatz gesucht

Überlauf