Ich hatte mir schön den Wecker auf 5:45Uhr gestellt um auch wirklich mit auf die Fähre zu kommen. Hat gut geklappt, auch wenn diese Nacht wiederum ganz schlecht war: um Mitternacht fuhr das Reinigungsfahrzeug Kreise um mein Auto! An schlafen war nicht zu denken…

Genua

Jedenfalls wollte ich mich anstellen und am Einlass mein Ticket erstehen, aber bei der Vorkontrolle bin ich schon durchgefallen! Da ich kein Ticket hatte, schickte mich der Kontrolleur weg und zeigt irgendwo hin – dort könnte ich mein Ticket erstehen. Ich wendete und hielt an um genauer zu erfragen, wo ich das Ticket erstehen könnte. Kaum hatte ich den Motor aus, fing das Männchen an rum zu zetern. Da er bewaffnet war, bin ich lieber erst einmal weitergefahren. Dabei dachte ich: „Du kleiner Pisser! Spielst dich hier auf als ob du sonst was wärst, dabei fühlst du dich doch nur groß mit deiner Pistole.“

Guuuut – fragte ich erst einen anderen Schrankenhäuschenbesetzer! Der zeigte auch nur grob in eine Richtung. Na toll! Sollte ich jetzt aus den beiden mir zur Verfügung stehenden Richtungsangaben eine Kreuzpeilung vornehmen? In Gedanken machte ich das auch grob, verwarf aber das Ergebnis, da ich so im Hafenbecken gelandet wäre.

Also noch einmal ohne Auto zu dem cholerischen bewaffneten Zwerg und ganz unterwürfig um eine genauere Richtungsangabe gebeten und siehe da, ich bekam die Auskunft: die Treppen sollte ich hoch! Warum nicht gleich so? Hat dir jetzt mein Auto Angst gemacht oder warum spielst du dich hier so auf?

Also die Treppen hoch und dort dann in die eine Richtung in die es nur ging. Ich landete in einer grossen Halle. Hier hatte meine kleine Odysee aber immer noch kein Ende: der passende Ticketschalter wollte gefunden werden!
Das dauerte auch noch einmal ein ganze Weile, nur um dann festzustellen, dass der Schalter erst um sieben Uhr öffnet. Ein kurzer BLick auf die Uhr sagte mir, dass ich noch gut 20 Minuten Zeit hätte. Ich glaube, die wollten mich verarschen! Erst die Aussage, die Fähre fährt zwischen sechs und sieben, dann der Kobold am Einlass, der schwer zu findende Ticketschalter und dann erst ab 7 Uhr geöffnet!

Die Fähre legt übrigens erst um Neun Uhr ab….

Genua - Hafen

Da habe ich mir erst einmal einen Morgentee gegönnt und mich damit vor den Ticketschalter gesetzt. Punkt sieben wurde geöffnet und ich musste der noch schlechter sprechenden Dame auf der anderen Seite der Glasscheibe klar machen, wo ich denn gerne hin wollte. Das hat dann auch alles irgendwie geklappt und sie hielt mir einen Zettel mit dem Preis hin. Da mußte ich mich fast hinsetzen! Nicht einmal 25€ wollte sie von mir haben. Wenn ich da so an die Fährüberfahrten in Richtung Skandinavien denke, wo man schon mal gut 100€ locker machen darf, ist das ja hier ein richtiges Schnäppchen! Ich bezahlte schnell und fuhr ein weiteres Mal beim Kobold vor. Dieses Mal ließ er mich durch und ich konnte meine entsprechende Warteposition einnehmen.

GenuesenturmVerpresst

Die Fähre fuhr pünktlich los und ein paar Stunden später konnte ich das erste Mal korsischen Boden unter die Räder nehmen. Noch auf dem Schiff hatte ich nach dem ersten Cache Ausschau gehalten und mich für den nördlich von Bastia entschieden. Schon in Bastia stellte sich dies als gute Entscheidung heraus, da der komplette Inhalt der Fähre sich in die andere Richtung anstellte. So hatte ich halbwegs freie Fahrt und konnte mich an die Fahrweise hier auf Korsika einstellen.
Vor Ort dann eine ziemliche Enttäuschung! Ich hatte den Cache zwar in Griffweite, doch zwischen uns war eine ziemlich dicke und stabile Mauer. Die Enttäuschung währte aber nur kurz, da der Urlaub noch lang ist und ich noch diverse andere Caches auf Korsika suchen kann. So führte mich mein Weg weiter in Richtung Norden immer um den Finger Korsikas herum.

Als ich mir gerade etwas für die Nacht suchen wollte, wartete direkt hinter der nächsten Kurve ein Campingplatz auf mich. Die Einladung habe ich direkt angenommen und habe schnell das Auto abgestellt und mich zum Meer aufgemacht – zum Baden.

Baden im Mittelmeer ist cool! 😀

Lichtspiele